Die induktive Lernmethode stellt das Individuum in den Mittelpunkt. Ihr gegnüber steht die deduktive Lernmethode. Doch worin unterscheiden sich diese beiden Ansätze genau? Was sind ihre Stärken und Schwächen? Und noch wichtiger, wie kann ich als Lernender davon profitieren? Wenn dich das interessiert solltest du unbedingt weiterlesen.

Deduktive vs. induktive Lernmethode

Nehmen wir als Beispiel den bekannten Merksatz He, she, it, das “s” muss mit! Es dürfte wohl nur wenigen gelungen sein die Schule zu durchlaufen ohne auf diesen Satz zu stoßen. Er ist ein Paradebeispiel für die deduktive Lernmethode. Die deduktive Lernmethode geht von einer Regel aus, die die Schüler dann anhand von Beispielen üben sollen.
Bei der induktiven Lernmethode wird den Schülern anstelle einer Vorgabe eine Aufgabe gestellt. Der Grundgedanke ist hierbei, dass die Schüler sich das Wissen selbst erarbeiten. Der Lehrer könnte also einen Text austeilen und die Schüler bitten die Verben, die auf ein „s“ enden, und die Verben, die nicht auf ein „s“ enden, in unterschiedlichen Farben zu markieren. Anschließend müssen die Schüler selbst eine Regel formulieren, die erklärt wann ein Verb mit „s“ endet und wann nicht.

Vor- und Nachteile der beiden Lernmethoden

Bei der deduktiven Lernmethode wird dem Schüler das Muster vorgegeben um Zeit zu sparen. Damit ist diese Methode gerade für Intensivkurse geeignet. Die Kreativität bleibt dabei auf der Strecke. Das kann nicht zuletzt auch der Motivation schaden. Die deduktive Lernmethode eignet sich also vor allem für zielbewusste und selbstständige Schüler.
Die induktive Lernmethode setzt genau dort an, wo die deduktive Lernmethode ihre Schwächen hat. Indem man die Kreativität der Schüler stimuliert, fördert man auch ihre Motivation. Ausserdem haben sie das Gefühl selbst am Lernprozess beteiligt zu sein. Anstatt ihnen eine fertige Regel vorzusetzen, die sie nur noch schlucken müssen, hilft die induktive Lernmethode sich Wissen selbst zu erarbeiten. Die Gefahr besteht hierbei darin, dass sie Inhalte falsch erlernen. Solche Fehler lassen sich dann manchmal im Nachhinein nur noch schwer korrigieren.

Wie kann ich von dem jeweiligen Ansatz profitieren?

Der Lehrer und auch der Schüler müssen sich also immer der Stärken und Schwächen der jeweiligen Methode bewusst sein um sie möglichst effektiv für sich zu nutzen. Dabei hat die induktive Lernmethode in den letzten Jahren an Ansehen gewonnen. Kreativität und individuelles Lernen werden immer wichtiger. Früher wurde Wissen oft vom Lehrerpult vorgegeben. Heute im Informationszeitalter wird es immer wichtiger für den Einzelnen zu lernen sich im Informationsreichtum zurecht zu finden. Hierbei bietet die induktive Lernmethode einige Vorteile.

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